Technik
Wie muss Maschine, Material und Düse eingestellt sein? Damit ein sauberes und kontrollierbares Spritzbild entsteht.
Spritztraining für Gesellen · 08. + 09. Oktober 2026
Kennen Sie das: Sie haben ein gutes Spritzgerät gekauft und Ihre Mitarbeiter nutzen es nicht, weil der Abklebeaufwand zu hoch wäre oder es sich in diesem Fall nicht lohnt oder das Gerät ist kaputt oder die Düse fehlt oder oder oder?
Wenn Spritztechnik nicht zur Routine geworden ist, gewinnt im Zweifel die vertraute Rolle. Unser Training setzt genau dort an. Wir trainieren die Abläufe so, dass Mitarbeiter verstehen, wie Spritzen mit Nachrollen im Baustellenalltag sicher und produktiv funktioniert, Fehler beherrschen und Sicherheit in der Anwendung gewinnen.
Viele Betriebe besitzen Spritzgeräte. Trotzdem werden geeignete Flächen weiterhin überwiegend gerollt.
Oft fehlt es nicht an der Technik. Die Mitarbeiter sind sich vielmehr unsicher: Wie viel muss ich abdecken? Welche Düse nehme ich? Welcher Druck passt? Was mache ich bei einem schlechten Spritzbild? Und lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?
Genau dort setzt unser Training an.
Wir machen die Arbeitsweise beherrschbar.
Bei unseren Gesprächen mit Malerbetrieben ist uns ein Zusammenhang immer deutlicher geworden:
Die Grafik zeigt zwei sich überschneidende Kreise. Technik umfasst Maschine, Material, Düse und die Beurteilung des Spritzbilds. Organisation umfasst Arbeitsplatz, Ablauf, Abdecken und Vorbereitung. Im gemeinsamen Schnittpunkt steht Sicherheit gleich höhere Produktivität.
Wer Rollen seit Jahren beherrscht, kennt den Ablauf.
Beim Spritzen sind dagegen oft viele kleine Entscheidungen gleichzeitig notwendig: Maschine einrichten. Material wählen. Düse bestimmen. Druck einstellen. Abdecken. Spritzbild beurteilen. Nachrollen. Auf Störungen reagieren.
Wenn dabei Unsicherheit entsteht, ist die vertraute Rolle die sichere Alternative.
Das ist nachvollziehbar.
Deshalb trainieren wir nicht gegen diese Unsicherheit an. Wir machen die Arbeitsweise beherrschbar.
Wie muss Maschine, Material und Düse eingestellt sein? Damit ein sauberes und kontrollierbares Spritzbild entsteht.
Wie muss der Arbeitsplatz vorbereitet sein? Damit der Zeitgewinn nicht durch Abdecken, Wege, Warten oder Störungen wieder verloren geht.
Was tue ich, wenn etwas nicht funktioniert? Damit Fehler nicht dazu führen, dass beim nächsten Auftrag wieder zur Rolle gegriffen wird.
Spritztraining beschreibt für uns deshalb mehr als die Bedienung einer Maschine: Es geht darum, eine Arbeitsweise so gut zu verstehen und zu beherrschen, dass sie auf der Baustelle selbstverständlich eingesetzt werden kann.
Eine Herstellerschulung kann zeigen, was eine Maschine kann.
Das ist wichtig.
Aber auf der Baustelle stellt sich anschließend eine andere Frage:
Wie arbeiten wir damit?
Deshalb betrachten wir den gesamten Ablauf.
Dabei arbeiten wir immer wieder in drei Schritten:
Die Teilnehmer bringen ihre eigene Spritzmaschine für Innendispersionen mit. Gemeinsam besprechen wir: Wie arbeitet ihr damit?
Gemeinsam schauen wir auf das Ergebnis. Was funktioniert bereits gut? Wo entsteht unnötiger Aufwand? Woher kommen Fehler im Spritzbild? Liegt die Ursache an Maschine, Material, Einstellung oder Anwendung?
Die Teilnehmer verändern einzelne Dinge und probieren erneut. Düse. Druck. Arbeitsablauf. Abdeckung. Spritzen und Nachrollen.
So entsteht nicht nur Wissen über Spritztechnik. Die Teilnehmer erleben selbst, welche Arbeitsweise funktioniert.
Die Teilnehmer sollen nach zwei Tagen nicht nur sagen können: „Ich habe gesehen, wie Spritzen funktioniert.“
Sondern:
Dazu trainieren wir:
„Ich weiß, wie Spritzen gut funktioniert – und kann so arbeiten, dass es leichter geht, Spaß macht und Zeit spart.“
So entsteht Zutrauen und Freude.
Wir konzentrieren uns bewusst auf eine Arbeitsweise, die für viele Malerbetriebe besonders interessant ist: Spritzen und anschließend Nachrollen.
Die Fläche erhält dadurch weiterhin eine gerollte Struktur und kann später entsprechend ausgebessert werden. Trainiert wird an Innenflächen. Die grundsätzlichen Abläufe – Vorbereitung, Abdecken, Einrichten, Spritzen, Nachrollen und Reinigen – lassen sich ebenso auf Fassaden übertragen.
Der Geselle arbeitet zunächst mit seiner bisherigen Arbeitsweise.
Was funktioniert gut? Wo entsteht Aufwand? Wo entstehen Fehler?
Liegt es an Maschine, Material, Düse, Druck oder Arbeitsweise?
Eine konkrete Einstellung oder einen Ablauf bewusst anders machen.
Die Veränderung praktisch testen und das Ergebnis vergleichen.
Der Geselle erkennt zunehmend selbst, was funktioniert und warum.
Maschine verstehen, Fehler provozieren, Ursache finden, selbst beheben.
Technik
Ali gibt seit mehr als 15 Jahren Spritztrainings und entwickelt eigene Spritzmaschinen. Sein Schwerpunkt: Maschine, Düse, Einstellung, Spritzbild und Fehleranalyse.
Organisation
Olaf begleitet die organisatorische Seite der Arbeit. Sein Schwerpunkt: Baustelleneinrichtung, Arbeitsabläufe, Verschwendung und produktives Zusammenspiel der Tätigkeiten.
Das Training ist für Malerbetriebe gedacht, die Spritztechnik im normalen Baustellenalltag nutzen oder häufiger nutzen möchten. Besonders passend ist es, wenn Sie Situationen kennen wie:
Dann setzt unser Spritztraining genau dort an.
Sicherheit entsteht durch Wiederholung. Deshalb empfehlen wir den Betrieben nach dem Training eine einfache, wöchentliche Trainingsroutine: Maschine regelmäßig einrichten, Spritzbild prüfen und wieder reinigen. Das kann wenige Minuten dauern. Entscheidend ist die Wiederholung.
Wenn die Mitarbeiter parallel auf geeigneten Baustellen tatsächlich spritzen, entsteht Schritt für Schritt Routine. Aus einer ungewohnten Technik wird eine vertraute Arbeitsweise.
Das Ziel unseres Trainings ist daher nicht nur, dass Mitarbeiter spritzen können.
Wir schaffen das Fundament dafür, dass sie sich im Umgang mit der Maschine sicher fühlen – damit sie sich auch im Baustellenalltag trauen, Spritztechnik einzusetzen, wenn Zeitdruck herrscht und der Kunde zuschaut.
Spritztraining für Gesellen